Den Mustang richtig auswintern

Auch wenn es nachts noch kalt ist, tagsüber herrscht vielerorts bereits wieder Pony-Wetter und alle Besitzer*innen, die ihr Schätzchen irgendwo trocken überwintert haben, freuen sich schon darauf, die Ponys endlich wieder in die Freiheit entlassen zu können. Nach dem langen Winterschlaf gibt es aber einiges zu beachten, damit die Ponys keinen Schaden nehmen!


Hier ist eine kurze Checkliste, was ihr beim Auswintern beachten solltet:


Vor dem ersten Anstarten:

  • Blick unter das Fahrzeug: haben sich unter dem Pony irgendwo Flecken gebildet? Bevor man wegfährt, lässt sich anhand der Lage der Pfützen erkennen, ob sie vom Differenzial, Getriebe oder Motor stammen. Einzelne Öltropfen sind sicher kein großes Ding, man sollte den Verlust aber im Auge behalten.

  • Flüssigkeitsstände kontrollieren: auch wenn offenbar nirgends ein Leck ist, sollten Motoröl- und Kühlwasserstand sowie Brems- und Scheibenwischerflüssigkeit kontrolliert werden.

  • Plakette noch gültig? Gerade nach längeren Standzeiten ist der Blick auf die Plakette oder das Pickerl unumgänglich! Ist die Plakette oder das Pickerl abgelaufen, so schnell wie möglich einen Termin für eine Untersuchung vereinbaren! Die Schlaf-Monate zählen leider genauso wie Fahr-Monate.

  • Batterie laden: fast bei jedem Pony ist nach dem Winterschlaf die Batterie leer, wenn die Ladung nicht über ein spezielles Ladegerät erhalten wurde. Vor dem Starten muss die Batterie also vollgeladen werden. Wird Starthilfe gegeben, sollte das Pony danach mindestens eine halbe Stunde durchgehend bewegt werden, damit sich die Batterie voll auflädt.

  • Kontrolle des Motorraums: allerhand Getier - auch in Garagen - macht es sich liebend gern im geschützten Motorraum eines Autos über den Winter gemütlich. Auch wenn keine sichtbaren Spuren von Nagern und Co. zu sehen sind, dennoch alle Kabel- und Steckverbindungen auf Bissspuren prüfen. Dabei kann man gleich Zündkabel, Zündverteiler und Zündkerzen unter die Lupe nehmen. Sicherungs- und Luftfilterkastenkontrolle gehört ebenso dazu.

  • Schmieren, schmieren, schmieren: ältere Ponys freuen sich über die Versorgung aller Schmiernippel mit frischem Fett, dabei gilt: mehr ist mehr!

  • Reifendruck prüfen: die Pony-Patschen haben über den Winter mit Sicherheit Druck verloren, daher sollte man vor dem Wegfahren schon den Reifendruck prüfen. Ist ein Reifen annähernd oder völlig platt, lieber den Ersatzreifen montieren und den platten Reifen prüfen lassen. Auch ein Blick auf die Profiltiefe und das Alter der Reien macht sich jetzt bezahlt!

  • Cabrioverdeck prüfen: bei allen Frischluft-Ponys sollte das Verdeck auf etwaige Schäden oder Risse und auf Funktionsfähigkeit geprüft werden. Nach dem Waschen ordentlich pflegen!


Beim/nach dem Anstarten:


  • Zeit lassen: Gerade bei schwächelnder Batterie kann es ein wenig dauern, bis der Motor anspringt. Bei älteren Modellen den Choke nicht vergessen! Die Batterie nicht zu lange quälen und dazwischen kleinere Pausen machen. Springt der Motor trotz geladener Batterie nicht an, liegt es wohl an undichten Kraftstoffleitungen (Blick unters Auto!) oder an den Zündkerzen und -kabeln.

  • Gründlich waschen: Ist das Pony endlich zum Leben erwacht, freut es sich über eine wohltuende Wäsche. Selbst durch teure Garagen-Covers dringen Staubpartikel durch. Daher gründlich abspülen, polieren und vor allem die Glasscheiben innen und außen reinigen. Auch die Wischerblätter kontrollieren und bei Bedarf ersetzen.

  • Trockengang: haben sich im Innenraum Feuchtigkeit oder sogar Schimmel gebildet, das Pony einen Tag in der prallen Sonne stehen und durchtrocknen lassen. Nicht vergessen, der Ursache der Feuchtigkeit auf den Grund zu gehen!

  • Bremsen prüfen: auf einer kleineren Probefahrt - vielleicht nicht gleich zum Buddy in die Hauptstadt - sollten die Bremsen geprüft werden. Anfängliches Rütteln und Kratzen ist normal, da der feine, korridierte Bremsstaub erst durch mehrfaches gemächliches Bremsen abgefahren werden muss. Handbremse nicht vergessen! Auch anfangs "unrunde" Reifen fahren sich normalerweise schnell ein.


Ich hatte mal eine Schildkröte, die im Keller in einer mit Stroh gefüllten Kiste Winterschlaf gehalten hat. Wenn man sie dann im Frühjahr erstmal langsam mit warmen Wasser aufgeweckt hat, hat sie tatsächlich aus allen Körperöffnungen gestaubt! Euren Ponys geht es wohl ähnlich. Die freuen sich also genauso über ein sanftes und sauberes Aufwecken wie meine Schildi!





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