Den Mustang richtig einwintern

Langsam zieht der Herbst ins Land und mit den Sommerreifen wird es langsam auch schon rutschig auf den Straßen. Viele bewegen ihre Mustang-Schönheiten ja nur in den wärmeren Monaten. Das verlängert die Lebensdauer - vor allem auch von Cabrios - und spart Kosten (Versicherung, Winterreifen). Damit der Winterschlaf im Stall keine Nachteile mit sich bringt, sind jedoch einige Dinge zu beachten, die ich euch hier in einer kleinen Checkliste zusammengefasst habe:


Mustang V8 GT weiß Garage einwintern
Schlaf gut!

1. Trockenen Stall suchen

Das Winterlager für das Pony sollte möglichst trocken sein (relative Luftfeuchtigkeit < 50 %) und gut belüftet. Sonst bildet sich Kondenswasser, das Rost und Korrosion verursachen kann. Garagen oder auch Lagerhallen eignen sich am besten, möglichst mit Stromanschluss. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit gegebenfalls entfeuchten.


2. Betriebsflüssigkeiten kontrollieren bzw. auffüllen

Schon vor dem Einwintern sollten Kühlflüssigkeit, Scheibenwischwasser, Bremsflüssigkeit, Öl und Kraftstoff kontrolliert und wenn nötig aufgefüllt werden. Dann noch einige Kilometer fahren, damit sich die Flüssigkeiten in den jeweiligen Kreisläufen gut verteilen. Ein voller Tank verhindert das Rosten im Tank.


3. Pony außen und innen gründlich reinigen

Jeglichen Schmutz außen und innen entfernen, vor allem aggressive Verunreinigungen wie Vogelkot oder Bremsstaub. Unterboden und Felgen nicht vergessen! Entdeckte Kratzer oder sonstige Lackschäden gleich beheben. Nach der Wäsche das Pony unbedingt ganz trocknen lassen, auch die Bremsanlage. Bremsbeläge und Bremsscheiben können sonst verkleben.


4. Cabrio-Verdeck vorbereiten

Das Verdeck mit speziellen Imprägnierungen einlassen, so bleibt es geschmeidig und bekommt keine Risse. Achtung: nicht jedes Pflegemittel ist geeignet, zB. für reine Stoffverdecke. Kunststoffscheiben polieren, damit sie durchsichtig bleiben.


5. Gummidichtungen und Scharniere pflegen

Gummidichtungen an Türen, Fenstern und Verdeck mit Gummipflegestift behandeln, damit sie nicht porös werden oder verkleben. Scharniere und Schlösser mit Silikonöl einlassen. Wenn möglich, Türen, Hauben und Verdeckverriegelung leicht öffnen, damit sie nicht unter Spannung stehen. Scheibenwischer abheben.


6. Reifen schonen

Den Reifendruck auf etwa 3-4 Bar erhöhen und regelmäßig nachdrehen. Noch besser: Reifenschoner, die die Reifenauflagefläche erhöhen und so Standplatten oder eckige Reifen verhindern. Das Pony aufzubocken, ist keine so gute Idee. Falsch abgeleitete Kräfte in der Karosserie können Schäden verursachen. Alternativ können auch alte Reifen montiert werden. Handbremse nicht anziehen!


7. Batterie abhängen/erhalten

Die Batterie entweder abhängen (Minus zuerst!), getrennt lagern und alle 6 Wochen laden. Hier muss man allerdings aufpassen, wenn sich im Steuergerät Speicher zurücksetzen. Dann kann beim ersten Starten ein Code verlangt werden. Besser ein Batterieerhaltungsgerät verwenden, wenn ein Stromanschluss im Stall vorhanden ist.


8. Pony zudecken

Um den Lack (und den Innenraum, wenn die Türen einen Spalt geöffnet bleiben) vor Staub zu schützen, sollte man das Pony gut zudecken. Dazu eignen sich vor allem atmungsaktive Car Covers. Nicht geeignet sind mobile Garagen aus undurchlässigem Kunststoff. Darunter bildet sich Kondensfeuchte, der zu Rost und Schimmel führen kann.


Mit diesen Pflegetipps sollte das Fahrzeug den Winter unbeschadet überstehen und im Frühjahr bereit sein für eine neue Pony-Saison!

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